1987 in Aarau (CH) geboren, lebt und arbeitet in Schönenwerd (CH)
Er ist Autodidakt, doch seine Faszination für figurative Malerei reicht weit in die Kindheit zurück. Im Alter von zwölf Jahren kam er mit der Graffiti Subkultur in Berührung und die Urban Art prägte fortan sein Werk. Mit der Beteiligung an Solo- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland änderte sich sein technischer Schwerpunkt. Monllor packte die Sprühdose ein und griff zum Pinsel. Seit 2012 widmet er sich der altmeisterlichen Ölmalerei.
Das aktuelle Werk des Künstlers dokumentiert und reflektiert seine nähere Lebensumgebung im schweizerischen Mittelland. Monllor spielt dabei mit der Farbigkeit und zeigt die Dinge, wie sie in der Realität naturgemäß nicht wahrgenommen werden können. Sein Werk kann dem zeitgenössischen Realismus zwar zugeordnet werden, doch es ist ein Realismus des Latenten: Der Künstler dringt mit den Mitteln der Malerei in das Sichtbare ein, um das Unsichtbare zum Leben zu erwecken.
Monllors zentrales Interesse am Licht ist evident. Er übernimmt vom französischen Impressionismus das Verständnis der Farbe als Licht und bearbeitet auch dessen Themen wie verschiedene Wetterlagen und tageszeitliche Aspekte. Ganz im Unterschied zu den Impressionisten meint die Nacht bei Monllor jedoch mehr als nur eine Tageszeit, sie steht im metaphorischen Sinne für das Verborgene, Unbewusste. Oftmals wirken seine Szenen wie Filmstills, wie eingefrorene Momentaufnahmen. Der Betrachter wird in eine hintergründige Dramatik hinein gesogen und in diesem Sinne scheinen die Bilder nur menschenleer.
David Monllors Thema ist letztendlich sogar immer der Mensch, der bei der Bildbetrachtung auf sich selbst zurückgeworfen wird und im "Dunkel des gelebten Augenblicks" (Ernst Bloch) erahnt: "Das Bekannte ist noch lange nicht das Erkannte." (Georg Wilhelm Friedrich Hegel).
Dr. Antje Lechleiter







